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Das Reichsgesehblatt erscheint in zwei gesonderten Teilen Einzelbezug jeder (auch jeder älteren) Nummer nur vom - Teil I und Teil II —. Fortlaufender Bezug nur durch Gesetzsammlungsamt, Berlin NW 40, Scharnhorfistr. 4. die Postanstalten. Der Bezugspreis beträgt. für Teil I Preis für den achtseit. Bogen 10 Pf. (aus abgelauf. Jahrg. 8 Pf.). vierteljährlich 1,00 RM, für Teil II vierteljährlich 1,00 RM. Bei größeren Bestellungen 10 bis 40 v. H. Preisermäßigung. Herausgegeben vom Reichsministerium des Junern.

Reichsgesehblatt

Teil II

1926

Ausgegeben zu Berlin, den 25. Juni 1926

Nr. 28

Inhalt: Bekanntmachung über das deutsch-französische Abkommen wegen Durchführung der deutschen Aufwertungsgesek. gebung in Frankreich. Vom 16. Juni 1926:..

6. 347

Erlaß über den Abgabentarif für den Kaiser Wilhelm-Kanal. Vom 14. Juni 1926..
Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Handelsabkommens zwischen dem Deutschen Reiche und Guatemala.
Vom 16. Juni 1926..............

6: 352

G. 352

Bekanntmachung über das deutsch-französische Abkommen wegen Durchführung der deutschen Aufwertungs. gesetzgebung in Frankreich. Bom 16. Juni 1926.

Zwischen der Regierung des Deutschen Reichs und der Regierung der Französischen Republik ist am 10. Mai 1926 in Paris ein Abkommen über die Durchführung der deutschen Aufwertungsgefeße vom 16. Juli 1925 (Reichsgefeßbl.1925 F S. 117 und 137) und der damit zusammenhängenden Fragen in Frankreich geschlossen worden. Das Abkommen hat mit der im Notenwechsel vom 4. Juni 1926 enthaltenen Anderung die Zustimmung der vertragschließenden Regierungen gefunden und ist damit in Kraft getreten.

Das Abkommen und der Notenwechsel werden nachstehend veröffentlicht.
Berlin, den 16. Juni 1926.

Der Reichsminister des Auswärtigen

In Vertretung

von Schubert

Der Reichsminister der Finanzen

In Vertretung
Fischer

Abkommen

über die Anwendung der deutschen Geseße vom 16. Juli 1925 in Frankreich

Die unterzeichneten Vertreter der Deutschen und der Französischen Regierung, welche zusammengekommen sind, um die grundsäglichen Fragen zu erörtern, welche die Anwendung des Gesezes über die Ablösung öffent licher Anleihen vom 16. Juli 1925 in Frankreich be treffen, haben sich über die Bestimmungen geeinigt, die in den beiden folgenden Abkommen enthalten find.

Diese Abkommen werden möglichst bald, und zwar gleichzeitig durch Notenwechsel zwischen dem Reichs minister des Auswärtigen und der Französischen Bot schaft in Berlin ratifiziert werden.

Diese Abkommen sind unter Vorbehalt aller juristi schen Standpunkte der beiden Parteien geschlossen und können in keiner Weise Anlaß zu Berufungen geben.

1. Abkommen
I

1. Die Deutsche Regierung verzichtet darauf, von den Befugnissen aus § 50 des Gesezes über die Ab

(Vierzehnter Tag nach Ablauf des Ausgabetags: 9. Juli 1926)

Accord

relatif à l'application en France des lois. allemandes du 16 Juillet 1925

Les délégués français et allemands soussignés, chargés d'examiner les questions de principe relatives à l'application en France de la loi allemande du 16 Juillet 1925, concernant la conversion des emprunts publics allemands, sont convenus des dispositions contenues dans les deux accords ciaprès.

Ces accords seront ratifiés dans le plus bref délai possible et simultanément par échange de notes entre l'Ambassade de France à Berlin et le Ministère Allemand des Affaires Etrangères.

Ces accords pratiques réservent entièrement les points de vue juridiques de chacune des parties et ne sauraient, à aucun moment, être invoqués comme précédent.

1o. Accord
I

1o Le Gouvernement allemand renonce à appliquer aux ressortissants français les droits inscrits

93

Lösung öffentlicher Anleihen vom 16. Juli 1925 und aus § 86 des Aufwertungsgeseßes vom 16. Juli 1925 gegenüber den französischen Staatsangehörigen Ge brauch zu machen.

Sie ist ferner bereit, um den französischen Staatsangehörigen die Wahrnehmung ihrer Rechte zu er leichtern, in Frankreich in derselben Weise, wie sie dies in den andern großen Ländern getan hat, Vermitt lungsstellen und eine Anleihealtbesigstelle einzurichten und den französischen Anleihegläubigern eine ange messene Frist für die Geltendmachung ihrer Rechte zu seßen.

2. Die Französische Regierung erklärt, daß, falls sie je eine Valorisation oder eine Konversion oder eine wirtschaftlich gleichartige Maßnahme in bezug auf französische Anleihen oder sonstige in Franks lautende Forderungen bestimmen sollte, fie die deutschen Gläubiger nicht schlechter stellen wird als die Staatsange hörigen irgendeines anderen Staates.

Die Deutsche Regierung erklärt, daß sie sich dafür einseßen wird, daß die gegenwärtigen französischen Gläubiger, falls je die Geseze vom 16. Juli 1925 ge ändert werden sollten, nicht schlechter gestellt werden als die Staatsangehörigen irgendeines anderen Staates.

3. Die Frage der elfäffisch-lothringischen Gemeinden und sonstigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, welche Markanleihen ausgegeben haben, bildet den Gegenstand eines besonderen Abkommens.

II

1. Die Französische Regierung verzichtet in dem Um. fange, der sich aus den folgenden Bestimmungen, ins. besondere aus Ziffer 2, ergibt, auf die Liquidation der deutschen Marfanleihen, die in Frankreich von Art. 297b des Vertrages von Versailles betroffen sind, und wird fie der Deutschen Regierung aushändigen.

Unter deutschen Markanleihen find alle Anleihen zu verstehen, auf die das Geseß über die Ablösung öffent licher Anleihen vom 16. Juli 1925 Anwendung findet.

2. Für die in Ziffer 1 bezeichneten Anleihen werden die Rechte gewährt, die sich für die Eigentümer aus dem Anleiheablösungsgeset ergeben. Soweit für die freizugebenden Anleihen die Sonderrechte der Anleihealtbefizer gewährt werden, erhält das Office, soweit es sich um Länder- oder Gemeindeanleihen handelt, 50 v.5. der Zahlungen, die nach den §§ 34 und 43 des deutschen Gesezes über die Ablösung öffentlicher Anleihen vom 16. Juli 1925 auf diese Rechte entfallen, und soweit es sich um Reichsanleihen handelt, 25 v. H. der Zahlungen, die auf Grund des § 14 auf diese Rechte entfallen. Die vorstehenden Prozentsäße beziehen sich auch auf die Zinsbeträge.

Die Anleiheschuldner werden die Beträge, die hier. nach an das Office zu zahlen sind, bei der Einlösung der Ablösungsanleihen oder der Auslosungsrechte zurückbehalten und an das Office unmittelbar abführen.

Das Office, die Deutsche Regierung und die Anleihe. gläubiger können jeder bereits vor der Auslosung die Aussonderung des Anteils der Office fordern. Es ist

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Il est en outre prêt, afin de faciliter aux ressortissants français l'exercice de leurs droits, à créer en France des Offices intermédiaires ainsi qu'un Office pour l'examen et la reconnaissance des droits d'anciens porteurs (Anleihealtbesitzstelle) ainsi que cela a été fait dans les autres grands pays et à accorder également des délais convenables pour la déclaration des droits.

2o Le Gouvernement français déclare que pour le cas où il procéderait à une valorisation, à une conversion ou à toute mesure économique du même genre intéressant les emprunts publics français ou les obligations stipulées en francs, les créanciers allemands recevront le traitement accordé aux ressortissants de la Nation la plus favorisée.

Le Gouvernement allemand déclare qu'il s'emploiera pour que les créanciers français actuels, au cas où les lois du 16 Juillet 1925 viendraient à être modifiées, ne soient pas traités plus défavorablement que les ressortissants de n'importe quelle autre puissance.

3o Le cas des Communes ou personnes publiques d'Alsace et Lorraine ayant émis des emprunts en marks fera l'objet d'un accord séparé.

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1°.Le Gouvernement français renonce, dans la mesure prévue dans les dispositions qui suivent et, notamment au chapitre 2, à liquider les emprunts allemands en marks visés en France par l'art. 297b du Traité de Versailles; il les remettra au Gouvernement allemand.

Par emprunts allemands en marks, il faut entendre tous les emprunts tombant sous les dispositions de la loi du 16 Juillet 1925 sur la conversion des emprunts publics.

2o Il sera accordé aux emprunts désignés au chapitre 1 les droits reconnus aux porteurs par la loi sur la conversion des emprunts. Tout autant que les titres d'emprunts recevront les droits d'amortissement attachés à la qualité d'anciens porteurs, l'Office français se verra accorder, à propos des emprunts des Etats et des Communes 50% des versements résultant de ces droits en vertu des paragraphes 34 et 43 de la loi allemande du 16 Juillet 1925 sur la conversion des emprunts publics, et à propos des emprunts du Reich 25% des versements afférents à ces mêmes droits, en vertu du paragraphe 14 de cette même loi. Ces mêmes taux s'appliquent également aux sommes représentant les intérêts.

Les sommes qui sont ainsi à payer de ce chef à l'Office français seront retenues par les débiteurs aux époques d'amortissement et lui seront payées directement par eux.

L'Office français, le Gouvernement allemand et les porteurs d'emprunts pourront chacun demander, dès avant l'amortissement, que la part de

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