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Zeichnungsprotokoll

Indem die Hohen Vertragschließenden Teile am heutigen Tage das von ihnen am 11. Juli 1925 über den Warenaustausch zwischen Deutschland und dem Saargebiete geschlossene Abkommen teilweise übernehmen, erklären sie ihre Bereitschaft, diejenigen Ab. änderungen und Ergänzungen ins Auge zu fassen, die den Bestimmungen des heutigen Abkommens anläßlich der Verhandlung des endgültigen Handelsvertrags und, soweit insbesondere die Eisenindustrie berührt wird, anläßlich der im Gange befindlichen Verhand. lungen über ein privatwirtschaftliches Abkommen zwi schen den beiderseitigen eisenschaffenden Industrien hinzugefügt werden könnten.

Die Französische Regierung erklärt hinsichtlich der Anwendung von Artikel II, daß sie dem Parlament einen Geseßentwurf vorlegen wird, der das Abkommen um zwei Monate verlängert, da das vom französischen Parlament ratifizierte Abkommen vom 11. Juli 1925 nur auf die Dauer von vier Monaten abgeschlossen worden ist.

Die Hohen Vertragschließenden Teile erkennen hin sichtlich der Auslegung des Artikel III übereinstimmend an, daß dieser Artikel nur einen vorläufigen Ausgleich zwischen ihren auseinandergehenden Auffassungen be züglich der Berechtigung der Zollvergünstigungen darstellt, die Deutschland gegenüber den aus der Saar in das deutsche Zollgebiet eingeführten Produkten ohne Zustimmung der Französischen Regierung gewähren könnte.

Die Deutsche Regierung erklärt ihrerseits, daß der vorerwähnte Artikel, solange die mit dem Saarzollproblem zusammenhängenden Fragen nur zum Teil geregelt sind, gemäß seinem Wortlaut allein auf die in den Listen A und B aufgezählten Waren bezügliche autonome Maßnahmen der Deutschen Regierung gegenüber dem Saargebiet ausschließt.

Die Französische Regierung legt gegen diese Erklärung nachdrücklichst Verwahrung ein und erklärt ihrerseits, daß die Deutsche Regierung nicht berechtigt sein würde, ohne Zustimmung der Französischen Regierung Zollvergünstigungen für saarländische Erzeugnisse zu gewähren, welche sich nicht auch auf die gleichen oder ähnlichen Erzeugnisse des ganzen französischen Zollgebiets erstrecken, und daß daher jede Maßnahme dieser Art, die von der Deutschen Regierung ergriffen wird, nur einen provisorischen Charakter haben würde, sowie daß das endgültige Abkommen zwischen beiden Regierungen oder jedes andere zwischen ihnen vereinbarte Vorgehen eine Lösung dieser grundsäßlichen Frage bringen müsse.

Nach Erschöpfung des für Tarifnummer 316 festgefesten Kontigents werden die Erzeugnisse gleicher Art bei ihrer Einfuhr in das Saargebiet bis zur Höhe des gleichen Betrags von 600 000 Franken zu den Säben des Minimaltarifs zugelassen werden, die die Importeure zurückerstattet erhalten, wenn das fran zösische Parlament auf Verlangen der Französischen Regierung die Zollfreiheit für das Zusaßkontingent gewährt hat.

Protocole de signature

Les Hautes Parties Contractantes, en donnant à la date de ce jour une application partielle à l'Arrangement conclu entre elles le 11 Juillet 1925 au sujet des échanges commerciaux du Territoire du Bassin de la Sarre avec l'Allemagne, déclarent qu'elles sont disposées à envisager les modifications et compléments qui pourront être apportés aux dispositions de leur accord de ce jour, lors de la négociation du Traité de Commerce définitif et, en ce qui concerne plus spécialement la métallurgie, lors le leurs consultations au sujet des accords privés en voie de négociation entre les industries sidérurgiques des deux pays.

Pour l'application de l'Article 2, le Gouvernement français déclare que l'Arrangement du 11 Juillet 1925 ratifié par le Parlement français n'ayant été conclu que pour une durée de quatre mois, il saisaira le Parlement français d'un projet de loi le prorogeant de deux mois.

Pour l'interprétation de l'article 3, les Hautes Parties Contractantes sont d'accord pour reconnaître qu'il représente un compromis provisoire entre leurs opinions divergentes quant à la légitimité des faveurs douanières que l'Allemagne pourrait accorder aux produits sarrois importés sur le territoire douanier allemand sans l'assentiment du Gouvernement français.

Le Gouvernement allemand déclare, de son côté, que, aussi longtemps que les questions afférentes au problème douanier de la Sarre ne sont que partiellement réglées, l'article susmentionné, conformément à son texte, exclut uniquement des mesures autonomes du Gouvernement allemand vis-à-vis de la Sarre visant des marchandises énumérées aux listes A et B.

Le Gouvernement français formule, quant à cette déclaration, les plus expresses réserves et déclare, de son côté, que le Gouvernement allemand ne saurait en droit accorder, sans son assentiment, des faveurs douanières aux produits sarrois, qui ne s'étendraient pas aux produits identiques ou similaires de tout le territoire douanier français et que toute mesure de cette nature prise en fait par le Gouvernement allemand ne saurait avoir qu'un caractère provisoire, l'accord définitif des Gouvernements ou toute autre procédure agrée par eux, devant apporter la solution de principe du problème.

Pour l'application de la liste B, lorsque le contingent fixé pour le no 316 se trouvera épuisé, les produits de l'espèce importés en Sarre seront admis jusqu'à concurrence d'une nouvelle somme de 600,000 francs à la consignation des droits du tarif minimum, qui seront ristournés aux importateurs si le Parlement français, saisi par le Gouvernement, accorde la franchise pour ce contingent supplémentaire.

Tag der Ausgabe: Die beiden Regierungen haben die heute von ihnen unterzeichnete Vereinbarung in der gemeinsamen Überzeugung abgeschlossen, daß die beschränkten und zeitlich begrenzten Sondervergünstigungen, die vereinbarungsgemäß dem Saargebiete zugewendet werden, um seinen besonderen wirtschaftlichen Notwendigkeiten Rechnung zu tragen, von keinem Staate, der bei dem einen ver tragschließenden Teil die Meistbegünstigung genießt, gefordert oder beanstandet werden könnten.

Sollte jedoch die Regierung irgendeines dritten Landes die Gewährung irgendeiner der erwähnten Sondervergünstigungen beanspruchen oder gegen eine folche Vergünstigung Widerspruch erheben, so würde diese Vergünstigung 45 Tage in Kraft bleiben, gerech net von der Notifizierung der Inanspruchnahme oder des Widerspruchs durch diejenige Regierung, die Empfängerin dieser Erklärungen ist, an die Regierung des anderen vertragschließenden Teiles.

Während dieser Frist sollen durch beide Regierungen Verhandlungen mit dem Siele eröffnet werden, die Inanspruchnahme oder den Widerspruch auszuschalten, wobei jedoch keine der beiden Regierungen die Verpflichtung übernimmt, für die Aufrechterhaltung des geforderten oder beanstandeten Regimes irgendeine Gegen oder Ersatzleistung zuzugestehen.

Sollten bei Ablauf der Frist die Verhandlungen nicht zum Ziele geführt haben, würde die geforderte oder beanstandete Vergünstigung in Fortfall kommen, und die beiden vertragschließenden Teile würden in Erörterungen über die Folgen dieser teilweisen Abänderung der vorliegenden Vereinbarung eintreten.

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Les deux Gouvernements ont procédé à l'Arrangement signé par eux en date de ce jour avec la commune conviction que les avantages préférentiels de caractère limité et temporaire qu'ils s'accordent à octroyer au Territoire de la Sarre pour faire face à ses nécessités économiques spéciales, ne peuvent être ni réclamés ni incriminés par aucun Etat jouissant chez l'une des Hautes Parties Contractantes du traitement de la Nation la plus favorisée.

Si toutefois le Gouvernement d'un pays tiers réclamait le bénéfice d'un quelconque desdits avantages préférentiels, ou y faisait opposition, ledit avantage ne resterait en vigueur que pendant une durée de quarante-cinq jours, à dater de la notification desdites réclamation ou opposition par le Gouvernement auquel elles auraient adressées au Gouvernement de l'autre Partie Contractante.

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Bekanntmachung über den Schuß von Erfindungen, | Es
Es tritt gemäß Artikel III des Abkommens am
Mustern und Warenzeichen auf einer Ausstellung. 8. August 1926 in Kraft.

Vom 4. August 1926*).

Der durch das Gesetz vom 18. März 1904 (Reichs. gesezbl. S. 141) vorgesehene Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen tritt ein für die vom 7. bis 9. August 1926 in Berlin stattfindende Fachausstellung der deutschen Bürsten- und Pinselindustrie und ver wandter Zweige.

Berlin, den 4. August 1926.

Der Reichsminister der Justiz
Im Auftrag

Dr. Schlegelberger

*) Veröffentlicht im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 179 vom 4. August 1926.

Bekanntmachung über die Natifikation des Handelsabkommens zwischen dem Deutschen Reiche und Hon

duras. Vom 6. August 1926.

Das, am 4. März 1926 unterzeichnete Handelsabkommen zwischen dem Deutschen Reiche und Honduras (Reichsgefeßbl. II S. 325) ist ratifiziert worden.

Berlin, den 6. August 1926.

Der Reichsminister des Auswärtigen

In Vertretung von Schubert

Bekanntmachung über den am 5. Juli 1912 in London unterzeichneten Internationalen Funkentelegraphenvertrag. Vom 7. August 1926.

Dem Londoner Internationalen Funkentelegraphen vertrag vom 5. Juli 1912 nebst dem Schlußprotokoll und der Ausführungsübereinkunft vom gleichen Tage (Reichsgefeßbl. 1913 S. 373) sind beigetreten Nicaragua am 12. Mai 1926 und Frankreich für St. Pierre und Miquelon sowie für die französischen Mandatsgebiete Syrien und Libanon am 13. Mai 1926.

Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom 2. April 1926 (Reichsgefeßbl. II S. 211).

Berlin, den 7. August 1926.

Der Reichsminister des Auswärtigen In Vertretung von Schubert

Das Reichsgesetzblatt erscheint in zwei gesonderten Teilen Einzelbezug jeder (auch jeder älteren) Nummer uur vom - Teil I und Teil II. Fortlaufender Bezug nur durch Gesetzsammlungsamt, Berlin NW 40, Scharnhorsiftr. 4. die Postanstalten. Der Bezugspreis beträgt für Teil I Preis für den achtfeit. Bogen 10 Pf. (aus abgelauf. Jahrg. 8 Pf.). vierteljährlich 1,00 KM, für Teil II vierteljährlich 1,00 RM. Bei größeren Bestellungen 10 bis 40 v. H. Preisermäßigung. Herausgegeben vom Reichsministerium des Junern. – Gedruckt in der Reichsdruckerei, Berlin.

Reichsgesetzblatt

Teil II

1926

Ausgegeben zu Berlin, den 10. September 1926

Nr. 38

Juhalt: Bekanntmachung über die Ratifikation des Abkommens zwischen dem Deutschen Reiche und Belgien, betreffend die Ausübung der Heilkunst in den Grenzgemeinden. Vom 24. August 1925 ...

S.351

Bekanntmachung über den Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auf einer Ausstellung. Vom 26. August 1926....

S.551

Bekanntmachung über den Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auf einer Ausstellung. Vom 31. August 1926 ...

Verordnung zur Eisenbahn- Verkehrsordnung. Vom 31. August 1926

6.551 S.551

Bekanntmachung über die Ratifikation des Abkommens zwischen dem Deutschen Reiche und Belgien, betreffend die Ausübung der Heilkunst in den Grenzgemeinden. Vom 24. August 1926.

Das am 28. Oktober 1925 in Berlin unterzeichnete Abkommen zwischen dem Deutschen Reiche und Belgien, betreffend die Ausübung der Heilkunst in den Grenz gemeinden (Reichsgeschbl 1926 II S. 343), ist ratifiziert worden. Der Austausch der Ratifikationsurkunden hat am 19. August 1926 in Berlin stattgefunden.

Berlin, den 24. August 1926.

Der Reichsminister des Auswärtigen In Vertretung von Schubert

Bekanntmachung über den Schutz von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auf einer Ausstellung. Vom 26. August 1926*).

Der durch das Gesetz vom 18. März 1904 (Reichs. gesebbl. S. 141) vorgesehene Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen tritt ein für die vom 14. August bis 5. September 1926 in Frankfurt a. Main stattfindende deutsche photographische Ausstellung.

Berlin, den 26. August 1926.

Der Reichsminister der Justiz
In Vertretung
Bumfe

*) Veröffentlicht im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 199 vom 27. August 1926.

(Vierzehnter Tag nach Ablauf des Ausgabetags: 24. September 1926)

Bekanntmachung über den Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auf einer Ausstellung. Vom 31. August 1926*).

Der durch das Gesetz vom 18. März 1904 (Reichs. gefeßbl. S. 141) vorgesehene Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen tritt ein für die vom 3. bis 12. September 1926 in Charlottenburg stattfindende Große Deutsche Funk-Ausstellung 1926.

Berlin, den 31. August 1926.

Der Reichsminister der Justiz
In Vertretung
Bumfe

*) Veröffentlicht im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 204 vom 2. September 1926.

Verordnung zur Eisenbahn-Verkehrsordnung.
Vom 31. August 1926.

Auf Grund des § 2 Abs. (4) der Eisenbahn-Verkehrs. ordnung wird § 72 diefer Ordnung bis auf weiteres wie folgt gefaßt: $ 72

Nachnahme nach Eingang. Barvorschuß.

(1) Der Absender kann das Gut bis zur Höhe des Wertes mit Nachnahme nach Eingang belasten. Der Tarif kann bestimmen, daß Nachnahmen erst von einem Mindestbetrag an zulässig sind.

(2) Als Bescheinigung über die Belastung mit Nach. nahme dient der abgestempelte Frachtbrief, das Duplikat oder die sonst zugelassene Bescheinigung über die Auflieferung des Gutes. Auf Verlangen sind außerdem besondere Nachnahmescheine gebührenfrei auszuhändigen.

(3) Der Absender hat dem Frachtbrief einen Nachnahmebegleitschein nach dem von der Eisenbahn vor

geschriebenen Muster beizugeben. Absendern von Massen. sendungen kann die Eisenbahn die Beigabe von Nachnahmebegleitscheinen auf Antrag erlassen.

(4) Die Eisenbahn hat die Nachnahme an den Absender auszuzahlen, wenn die Versandstation die Anzeige der Bestimmungsstation über die Zahlung der Nachnahme durch den Empfänger erhalten hat. Die Bedingungen, unter denen Nachnahmen ausgezahlt werden, für welche die Eisenbahn die Beigabe von Nachnahmebegleitscheinen erlassen hat, werden von der Eisenbahn bei Entscheidung über den Antrag auf Erlaß des Nachnahmebegleitscheins (vergleiche Abf. (3)) festgeseßt.

(5) Ist das Gut ohne Einziehung der Nachnahme ausgeliefert worden, so hat die Eisenbahn dem Absender den Schaden bis zum Betrage der Nachnahme zu ersehen, vorbehaltlich ihres Anspruchs gegen den Empfänger.

(6) Die Eisenbahn kann einen Barvorschuß gewähren, wenn er nach dem Ermessen der Versandstation durch den Wert des Gutes sicher gedeckt wird.

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Das Reichsgeseßblatt erscheint in zwei gesonderten Teilen Einzelbezug jeder (auch jeder älteren) Nummer nur vom - Teil I und Teil II. Fortlaufender Bezug nur durch Gefeßsammlungsamt, Berlin NW 40, Scharnhorsifir. 4. die Postanstalten. Der Bezugspreis beträgt für Teil 1 Preis für den achtfeit. Bogen 10 Pf. (aus abgelauf. Jahrg. 8 Pf.). vierteljährlich 1,00 RM, für Teil II vierteljährlich 1,00 RM. Bei größeren Bestellungen 10 bis 40 v. H. Preisermäßigung. Herausgegeben vom Neichsministerium des Junern. – Gedruckt in der Reichsdruckerei, Berlin.

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