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Eingangskapitel der pannonischen Methodiuslegende 1): maßgebend ist auch ihm, wie schon Pavlov), vor allem der Zusammenbang, der zweifellos zwischen den „slavischen Scholien" und der ältesten kirchenslavischen Nomokanonübersetzung besteht 8). In Übereinstimmung mit der Mebrzabl der früheren Forscher und mit dem Bericht der pannonischen Legende sieht GRIVEC deren Urheber eben in Methodius und erkennt deren Züge in der uns erhaltenen Übersetzung der Evvaywyń des Jobannes Scholasticus in 50 Titeln 4). Als Beilage zur Euvaywyn erscheint denn auch jener griechische Scholientext, an den sich die slavischen Ergänzungen anlehnen: diese selbst aber sind nur im Zusammenhang mit der ksl. Übersetzung des Syntagmas in 14 Titeln überliefert. Trotzdem nebmen Pavlov und BENEŠEVIĎ an, daß sie ursprünglich in Verbindung mit der Euvayoyń-Übersetzung gestanden haben und GRIVEC findet in der Überzeugtheit von diesem Zusammenhange eben das wichtigste Argument für die Zurückführung der „slavischen Scholien" auf Methodius ®). Für die Nachprüfung dieses Zusammenhanges bietet die Untersuchung der Sprache der „slavischen Scholien“ und ihr Vergleich mit der Ausdrucksweise der EvvaywynÜbersetzung eine wichtige Handhabe: dieser Weg ist bisher kaum in seinen Anfängen beschritten worden. Pavlov begnügte sich mit der Feststellung der hohen Altertümlichkeit des Textes der slavischen Scholien ?), GRIVEC erwies der kirchenslavischen Philologie einen namhaften Diensi, indem er, unterstützt von R. NAHTIGAL, seinen Wiederabdruck des Pavlov'schen Scholientextes mit einer lateinischen Übersetzung und mit Anmerkungen begleitete "): im übrigen begnügte er sich mit der Feststellung einzelner beachtenswerter Ausdrücke der Scholien ) Auch an dieser Stelle kann eine erschöpfende Untersuchung ihrer Sprache nicht versucht werden: zu ihr dürfte die Zeit erst dann gekommen sein, wenn wir für die lexikalische Chronologie

1) S. 35 obve Beleg. In diesem Eingangskapitel sieht Geivec ein Zeugnis der eigenen Auffassung, vielleicht der Lebrtätigkeit des Methodius. Pravovernost sv. Cirila in Metoda a. a. 0. S. 11 ff. Eine bemerkenswerte Parallcle zu der Lehre vou den sechs Konzilien in der Form, wie sie der Schlußabsatz jenes Kapitels zeigt, bieten die ersten Seiten der Handschriften, in denen die ksl. Übersetzung der Luvayoyý des Jobannes Scholasticus enthalten ist: vgl. die Inhaltsangabe bei BENEševič, am unten Aom. 5 a. O. S. 202 f. 2) a. a. 0. S. 145.

3) S. 82.

4) S. 81. 5) Pavlov a. a. O., Beneševič, Sinagoga v 50 titulach i drugie juridičeskie sborniki loanna Scholastika (= Zapiski klassičeskago otdělenija Imp. Russkago Archeologičeskago Obščestva VIII), S. Peterburg 1914 S. 22, 65.

6) S. 85.
7) a. a. 0.
8) S. 94–98.

9) S. 84: čistiteli <iegeús, dvověrie < dupißolia, stroepie < Apovóuiov ale terinini rariores, papežb, variti als formae antiquiores. Wie hoben Wert Grivec der sprachgeschichtlichen Untersuchung seines Materials beimißt, ergibt seine Bemerkung in seiner Anzeige meiner „Nomokanonüber. setzung des Methodius“, Bogoslovci Vestvik III 1923 S. 296.

und die vergleichende Wortschatzkunde der kirchenslavischen Rechtsdenkmäler über eine ähnlich umfassende Materialsammlung verfügen, wie sie JAGIĆ für Teile der Bibel geschaffen hat '); erst dann wird es möglich sein, auch kleineren Denkmälern, wie den slavischen Scholien", mit Sicherheit ihre Stellung in der Sprachgeschichte zuzuweisen. Für das erste mögen die folgenden Feststellungen die Bewertung der sprachlichen Stellung der Scholien erleichtern:

1. Wie scbon GRIVEC bemerkte, ist die Sprache der Scholien durchaus gleicher Art wie die der Übersetzung der übrigen Teile des Traktates, in die sie eingefügt sind, mit ihr stimmt sie in einigen charakteristischen Ausdrücken überein 2).

2. Von den übrigen Teilen der Übersetzung dieses Traktates ermöglicht das an erster Stelle vorkommende Bruchstück des 9. Kanons von Chalcedon 3) den Vergleich mit den entsprechenden Stellen der Evv«ywyn- und der Súvrayua-Übersetzung). Ohne wörtlich mit ihr übereinzustimmen, weist der Traktattext doch deutliche Anklänge an jene auf 5). Die Parallelen zur Syntagma-Übersetzung sind weniger auffällig 6).

3. Das Bruchstück des 17. Kanons und der (unvollständige) 28. Kanon von Chalcedou ?) kommen in der kirchenslavischen EvvaywyńÜbersetzung nicht vor. Der Vergleich mit der Eúvrayua-Version *) zeigt nirgends auffällige Übereinstimmungen, dagegen im Kanon 28 deutliche Zeichen für ein höheres Alter des Traktattextes ?).

1) Entstehungsgeschichte der kirchenslavischen Sprache?, Berlin 1913 S. 281–479, Zum Altkirchenslavischen Apostolus II, III (= Sitzungsberichte der Wiener Akademie 193, 1, 197, I), Wien 1919, 1920.

2) Vgl. die vorletzte Adm.
3) Bei Pavlov a. a. 0. S. 147.

4) Bei I. I. SREZNEVSKIJ Obozrěpie drevnich russkich spiskov Kormčej koigi (=Sbornik otdčlenija russkago jazyka i slovesnosti Imp. Akademii nauk 65, II), S. Peterburg 1897, Prilož. s. 21 bzw. V. N. BENEŠEVIČ Drevneslavjanskaja Kormčaja XIV titulov bez tolkovanij I, Sanktpeterburg 1906 S. 117.

5) Besonders in der übereinstimmenden Fassung der Scblußworte i predu těmu da pritos'a gegenüber ... da prepor’atus'a der Súvrayua Übersetzung.

6) Etwa natalhnikh strojenija fur και εξαρχος της διοικήσεως gegenüber jeksarcha strojaštago crkvi der Evvayorı-Übertragung. Vielleicht liegt in der Scholie ein Fall späterer Verdrängung eines zunächst unübersetzt gebliebenen Fremdwortes vor.

7) Bei Pavlov a. a. 0. S. 148 f.
8) Bei BENEŠEVIČ a. a. (). S. 120 bzw. S. 125 f.

9) Das hohe Alter der Scholieveprache zeigt die Form des. part. praet. act. I sskuplušichs'a gegenüber sbbıravbšiichus'a der Evvraqua-Übersetzung; Kavóv wird dort mit kapont, hier mit pravilo, év rois Bappapixois dort mit v1, varvarúskyicha, hier mit vo pogantskyich's wiedergegeben; alles das entspricht völlig dem Sprachgebrauche der Evvayoyn-Übersetzung in seinen Verhältnis zu dem der Lúviæyua-Verxion : vgl. H. F. Schmid Die Nomokanonübersetzung des Methodius (unten S. 206 Anm. 9), S. 84 f., 94, 96.

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4. Was die slavischen Scholien selbst an sprachgeschichtlich bemerkenswerten Worten enthalten“), trägt teils deutlich die Züge der ältesten Stufe der ksl. Sprachentwicklung ?); nur einzelne andere termini, die einer späteren Stufe angehören und der Evvaywy“-Übersetzung iremd sind, läßt sich nur vermuten, daß sie erst späterer Überarbeitung ihr Auftreten in den , Scholien“ verdanken und daß sie dort ältere Ausdrücke verdrängt haben 3): vielleicht waren sie 4) schon in der griechischen Fassung der Scholien durch andere Ausdrücke vertreten, als die in der Euvaywyvorkommenden: diese Annahme würde zu GRIVEC's Ansicht über den nicht-konstantinopolitanischen Ursprung der Scholien stimmen.

Zusammenfassend ergibt sich also, daß die Sprache des ganzen Traktates der der Evvaywyn-Übersetzung nähersteht, als der der zweifellos jüngeren 5) der Súvtayua-Version; die Gleichzeitigkeit der Sprache des Traktates und der Euvayoyń-Übersetzung ist durchaus möglich. Daraus folgt weiter, daß, da die Traktatversion zweifellos im Zusammen. hang mit der Übertragung eines griechischen Kirchenrechtsbuches entstanden ist, die Notwendigkeit einer Verbindung zwischen ihr und der Euvayo;n-Übersetzung und, wenn man es für erwiesen erachtet, daß diese auf Methodius selbst oder seine unmittelbare Umgebung zurückgeht"), die Zurückführung auch der Traktatversion auf die Übersetzungstätigkeit des Slavenapostels, die ja in ihrem weiten Umfange keine rein persönliche gewesen ist ?). Wagt man es zu mutmaßen, was der

1) Zu den von GRIVEC erwähnteu Worten (vgl. oben S. 200 Avm. 9) kommen noch Ausdrücke wie s v'atitely für den Bischof von Rom, pričeti für kirchliche Rechtssatzung.

2) Papežb und variti (vgl. Jagić Entstehungsgeschichte? S. 203 bzw. 283); svetitels und čistitelb sind Wiedergaben von griech. iepeús, wohl kaum, wie Miklosicu Die christliche Terminologie der slavischen Sprachen Wien 1875 S. 13 meint, als nomina agentis empfunden, sondern zu svętó bzw. čisto izgós gebildet in Anlehnung an audere Entsprechungen der Suffise griech. -t ús abg-telv (etwa yoveús roditelb); von ihnen ist svetitelb zweifellos in einer frühen Stufe der Sprachentwicklung im Kirchenslavischen beimisch geworden (vgl. JAGIĆ Apostolus II S. 38); čistitelt ist ein Lieblingssausdruck des Suprasliensis (Jagie Entstehungsgeschichte S. 309) aber auch der Lóvtayua -Übersetzung (SrEzNEVSKIJ, Materialy dlja slovarja drevne-russk. jazyka III Sp. 1528). Vielleicht ist das Wort, das deutlich seine Zugehörigkeit zu der Gruppe später Ersatzworte für zunächst unübersetzt gebliebene Fremduusdrücke verrät, vou ihr aus gelegentlich der Einfügung des Traktates in die Reibe ihrer Beilagen in diesen und darauf auch in die „slavischen Scholien“ eingedrungen und hat die Stelle eines älteren Ausdruckes eiugenominen: (über die mutinaBliche Iläufigkeit eines derartigen Vorganges in der Evv. a yoy-Übersetzung vgl. Scimid a. a. 0. S. 114 ff.). Ob die Bedeutuugspräzisierung svetiteli-Bischof, die in manchen ksl. Denkmälern deutlich zutage tritt (vgl. SREZNEVSKIJ Materialy s. v.), hier empfundeu wurde, muß dahingestellt bleiben.

3) Vgl. vorige Anin. 4) Das Folgende dürfte ivsbesondere von prichtib ,Beschlub' gelten. in dieser Bedeutung kennt das Wort auch die Lúvrayua-Übersetzung (vgl. SREZNEVSKIJ a. a. (). s. v.).

5) Unten S. 208. 6) Vgl. unter S. 207.

7) Vgl. Vita Methodii c. XV.

Veister, was ein Gehilfe geschaffen haben mag, dann wird man in den , slavischen Scholien“ am ehesten den Geist des Heiligen erkennen.

Durchschlagende Beweise für die Richtigkeit der GRIVEC'schen Anschauung verinag die philologische Untersuchung der Scholien auf den ersten Hieb nicht zu bringen. Doch dürfte auch die Feststellung schon nicht ganz wertlos sein, daß der kühne Gedankenbau des Laibacher Forschers sprachwissenschaftlicher Nachprüfung stand hält.

II. Vom Standpunkte des Rechtshistorikers aus tritt THEODOR SATURNÍK, ein Schüler des Meisters osteuropäischer Rechtsgeschichte KAREL KADLEC, in einer äußerst dankenswerten Untersuchung der Rezeption des byzantinischen Rechtes bei den Slaven ") an die Be. trachtung der slavischen kirchenrechtlichen Übersetzungen heran: im Vordergrunde seines Interesses stehen freilich die Denkmäler, die aus den weltlichen byzantinischen Gesetzbüchern, aus Ekloga und Prochiron, geschöpft haben). So bietet denn der den slavischen Nomokanonübersetzungen als solchen gewidmete Abschnitt 3) im wesentlichen nur eine Übersicht der Ergebnisse früherer Forschung, soweit sie dem Verfasser zugänglich und bekannt waren: trotzdem in dieser Einschränkung das Bedauern darüber zum Ausdrucke kommen muß, daß SATURNÍK nicht nur wichtigste Untersuchungen seines Gegenstandes fremd geblieben *), sondern ihm auch die Ausgaben der beiden ältesten slavischen Nomokanonübersetzungen 5) unbekannt sind, darf doch dieses Kapitel als beste Übersicht über dieses Gebiet dem, der eine rasche Orientierung anstrebt, empfohlen werden. Die eingehende Untersuchung des selbständigsten Denkmals der kirchenslavischen Rechtsliteratur, des Zakonu sudnyi l'udbmp, in seinem Verhältnis zur byzantinischen Ekloga, veranlaßt SATURNÍK dann noch einmal, auf die slavische Übersetzung des Scholasticus-Werkes zurückzukommen): jenes Rechtsdenkmal bildet, in seiner ältesten überlieferten Gestalt, eine „Beilage“ der kirchenslavischen Auvayoyń-Übersetzung ?). Diese Tatsache genügt SATURNÍK, um die ursprüngliche Verbundenheit beider Texte als erwiesen anzu

1) THEODOR Saturník Přispěvky k šíření byzantského práva u Slovanů (= Rozpravy České Akademie věd a umění. Třida I, čislo 64), v Praze 1922. Wichtig für die ksl. Philologie ist der Neudruck des Zakoub syduyi l'udmi in der erweiterten, zuerst von DUBENSKIJ Veröffentlichten Gestalt zusammen mit seinen mutmaßlichen byzantinischen Quellen und besonders das Glossar der Rechtstermini zu den drei behandelten ks). Denkmälern mit Angabe der griechischen Entsprechungen. 2) So die Vorrede S. 3.

3) S. 15—22.
4) So, außer Beneševič grundlegendein Scholasticus-Werk (vgl. oben
S. 200 Ann. 5) die unten (S. 205 Ani 5) noch zu erwähnende Untersuchung
voo ZLATARSKI, von älteren Beiträgen die Ansfiihrungen von GOLUBINSKIJ
SOBOLEVSKIJ und Jagić (zitiert bei SCHMID a. a. (). S. 8f.).

5) Vgl. oben S. 201 Anin. 4.
6) S. 57 f.

In der sog. Ust'užskaja Korinčaja des Moskauer Run'aucev-Museums: vgl. die Übersicht über deren Inhalt bei BENEŠEVIČ Johannes Scholasticus S. 202-210.

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sehen: so wird ihm die Bestimmung des Zeitpunktes der Entstehung jener Übertragung maßgebend für die Beantwortung der Frage nach der Entstehungszeit des Zakony sudnyi l'udumb. Schon dieser Gedankengang enthält den verhängnisvollen Irrtum, an dem SATURNÍK's ganze Beweisführung in diesem Punkte krankt: in dem ganzen bunten Inbalt der kirchenrechtlichen Sammelbandschrift, in der neben viel Jüngerem auch die ksl. vvayoyń-Übersetzung überliefert ist ), glaubt er die ksl. Übersetzung des Scholastikus-Nomokanons erkennen zu sollen. Daß diese Sammlung, die manche viel jüngere Teile enthält, nicht auf Methodius zurückgeht, war leicht zu beweisen ?): die Polemik geht aber ins Leere, da derartiges natürlich nie bebauptet worden ist. Auch die überlegene Skepsis, mit der SATURNÍK das Zeugnis der pannonischen Methodiuslegende über die Nomokanonübersetzung ihres Heiligen abtut 3), bleibt völlig unfruchtbar. So fällt es denn SATURNÍK nicht schwer, die Regierungszeit des Bulgarencaren Simeon, in die er schon aus anderen Gründen die Entstehung des Zakonú sudnyi l'udbing verlegen zu müssen geglaubt hatte), als Frühgrenze für die Entstebung der Scholasticus-Übersetzung in Anspruch zu nehmen 5). Kennzeichnend ist es, daß der Verfasser auch nicht mit einem Worte die Möglichkeit erwähnt, durch eine Untersuchung der Sprache der Scho. lasticus-Übersetzung Klarheit über deren Entstehungszeit zu gewinnen o).

III. Auch der hervorragende Kenner und Erforscher des althul. garischen Rechtes, STEFAN S. BOBČEV, hat kürzlich wieder der Frage nach der Entstehung der slavischen Nomokanonübersetzungen seine Aufmerksamkeit gewidmet ’). Schon früher hatte BOBČEV seinem Vertrauen in die Erzählung der Legende, daß die älteste Übertragung eines kirchenrechtlichen Textes auf Methodius zurückgehe, Ausdruck gegeben 8): an dieser Meinung bält er, trotz BRUCKNER's und SATURNÍK's Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Legende, durchaus fest").

1) Vgl. vorige Anm. Über die Buntheit des Iobalts der Ust'užskaja Kormčaja vgl. SREZNEVSKIJ Obozrenie a. a. 0. S. 113f., 134.

2) a. a. 0.

3) S. 58: Pannonská legenda zůstává pro posouzení otázky vzniku prvního slovanského pomokanonu tím, čím byla již od svého počátku — poubou legendou. Bezeichnend die naive Oberfläcblichkeit der Begründung fiir dieses Urteil: Nehledíc však k tomu, že sv. Metbodius zemřel na Moravě a že tedy jihoslovanské prameny z doby dávno po jeho smrti vemohou míti naprosté spolehlivosti o jeho činnosti ... 4) S. 50.

5) S. 57. 6) Für die Bestimmung der Entstehungszeit des Zakon'b sudoyi l'udım will er freilich, mit Blagojev, philologischer Untersuchung maßgebendes Gewicht zuerkenden: S. 50 f.

7) S. S. Bobčev Sv., Kiril i Metodij i naj-ranijat starobol. garski nomokanon. (Réčb, četeua ot g. G. GUBIDELNIKov na trž. sobranie na Slavjanskoto Družestvo na 11:24 Maj 1922 g.) Einzel. druck dieses Titels, Sofia, Mai 1923.

8) Starobulgarski pravni pametnici, Sofia 1903 S. 134. Istorija pa starobulgarskoto pravo, Sofia 1910 S. 124–127.

9) S. 6 f.

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