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Beispiel unter MacTHTH 281 gegeben. Der Acc. sg. KOPEN? steht unter KOPIA 271, einem Wort, das in altkirchenslavischen Denkmälern nicht vorkommt und nur aus russischen Redaktionen bekannt ist (vgl. LESKIEN Handbuch 5 69). 044 und own werden unter oko und oXo 304, 386 aufgeführt (verschiedene Stämme mit verschiedenem Geschlecht; im übrigen ist dieser Fehler allgemein üblich). – Zur 1. p. sg. oukuuta CIA wird ein Infinitiv ou kwTHTH CHA 317 erfunden, obgleich ein 0146cTHTH schon früher vorkommt. Für die 3. pl. сънъмжтъ сі wird ein Infinitiv cu HOMHTH CIA 366 angesetzt. Unter NPHATH 340 stehen Verbalformen von NPHAMATH, das bereits früher angeführt ist (338). - Das dem griech. yiyas entsprechende Wort kommt sowohl unter H als henoahih 267 als auch unter c als CNOAHIZ 358 vor, obgleich der Text im letzten Fall Hcnosnih gibt entsprechend griech. xa i yiyas mit der für unseren Text gewöhnlichen Haplographie. Als Nom. sg. wäre für den Loc. pl. 82 OKORENZ nicht OKOBI 304 mit einem z anzunehmen gewesen, da es ein ž-Stamm ist (MEILLET Etudes sur l'étymologie et vocabulaire du vieux slave p. 264 und BERNEKER EW. I 539 s. v. kovo).

Unter unwesentlichen, aber in großer Zahl vorbandenen Druckfehlern wie Verwechslungen von II und H, B und 6 etc. kommen auch einige weniger harmlose vor, wie z. B. poxell'k xapátivos 354 mit 6, ChiAChARTH 366 mit h, THMENTHE 375 mit e in der zweiten Silbe. Bei den Beispielen: no penk 320 ? mit e; npEAO MI1Olx 379 mit ; IMANI 263 s. V. HALIA in der Ausgabe steht ein € 33b das in den Anmerkungen nicht behar delt wird; Moment 280 für Momentk (Fehler des Abschreibers). Es kommt auch folgendes vor: „nompaYHTH CIA: Imper. 3 dual. -YHCTE (€ für k) CIA 041 (x2, AD NE BIAIATI 848 σκοτισθήτωσαν οι οφθαλμοί αυτών του μη βλέπτειν“ 329 Ferner ein falscher Verweis auf S. 310 2 0 160 1612 OLANKIX (auslauten. des 'n fehlt irrtümlich) oth CT6182 68 , für 69

Ich muß ge. stehen, dass ich das Wörterverzeichnis nicht mit der Ausgabe verglichen habe; die genannten Druckfehler sind von mir nur zufällig vermerkt, teils weil sie offensichtlich sind.

Leider sind ins Wörterverzeichnis die Überschriften der Psalmen und die Zeilenenden nicht aufgevommen; die Buchstaben über der Zeile sind in diese eingerückt.

Es ist also unmöglich das Wörterverzeichnis allein zu benutzen, ohne jedes mal den Text nachzuschlagen.

Zum Schluß noch einiges über die Schreiber des Psalters. Unser Text, der aus 137 l'salmen besteht ein Platt ist vielleicht

(der ganze Psalter entbült 151 Psalmen und 13 Lieder und Gebete) i), ist nach der Meinung von SEVER'JANOV

11.

8.

verloren gegangen

1) Liefert übrigens die Handschrift in ihrer äußeren Forin uuzweideutige Beweise dafür, daß das Ende verloren gegangen ist? Vielleicht ist sie går nicht abgeschlossen worden?

von wenigstens 14 Schreibern geschrieben. Diese Ansicht wird in den Fußnoten vertreten, in denen der Wechsel der Schreiber angegeben wird. Natürlich müßte man mit Hilfe einer Analyse der Schriftzüge die Annahme einer so großen Anzahl von Abschreibern zu stützen suchen; dieses wäre auch sicher geschehen, wenn SEVER'JANOV die Fertigstellung der Ausgabe erlebt und sie mit einem Vorwort versehen hätte. Bei einer solchen Sachlage aber bleibt nur die Behauptung des Herausgebers übrig, die von den Beobachtungen GEITLER's abweicht. Auch der Verfasser des Vorwortes zu unserer Ausgabe zweifelt daran, ob man so viele Abschreiber annehmen dürfe. Es scheint mir“, sagt E. KARSKIJ (S. VII), „daß man die Zahl der Abschreiber bei einer unmittelbaren Untersuchung des Originals gegenüber SEVER'JANOV einschränken könnte". Er beruft sich dabei auf den ersten Herausgeber, der das Original in Händen hatte und ,wenigstens drei, vielleicht auch mehr Schreiber“ annabm (Vorwort S. VII); ferner auf Jagic, der zwei verschiedene Schreiber (vielleicht aber auch mehrere) unterschied (Tjarojureckoe nych MO S. 131). Aber Jagić urteilte nach der Reproduktion einiger Seiten, die ihm kürzlich von der Abteilung für russische Sprache und Literatur zugestellt waren" und äußerte sich in einer für ihn nicht ungewöhnlichen Form. Wertvoller wäre natürlich die Meinung von GEITLER, wenn er sich nicht gleich JAGIĆ, so unbestimmt ausgedrückt hätte. Jedoch, wenn ich jene wirre und unklare Stelle des Vorworts über die Anzahl der Schreiber recht verstehe, so scheint mir, daß GEITLER deren fünf angenommen hat (1 Bl. 1—96, 50—79 und 130—146 [ich übertrage die Paginierung von GEITLER auf diejenige von SEVER'JANOV]; II 82—98, III 146—1591, IV 10-49b, V 114—129).

Zu ähnlichen Resultaten wie SEVER'JANOV ist auch J. PETROVSKAJA gekommen, in einer Untersuchung über den Gebrauch der reduzierten Vokale im Psalterium Sinaiticum (sie arbeitete nach den Aushängebogen der Ausgabe von SEVER'JANOV) unter dem Titel ,ki Bonpocy о мѣнѣ глухихъ въ старославянскихъ памятникахъ.

Мѣна глухихъ въ Синайской Псалтыри“ Извѣстія отд. русск. яз. XXI (1916) Heft 1, 279—319. „Das Psalterium Sinaiticum, behauptet sie (S. 281–282), sei ein Bruchstück aus 177 Blättern, die entsprechend der Einteilung von SEVER JANOV, 14 Schreiber verfaßt baben. 5 von ihnen (7, 9, 11, 13 und 14) haben so wenig geschrieben, daß sich über ihre Sprache schwer etwas Bestimmtes sagen läßt ... Die übrigen 9 können schon auf Grund des verschiedenen Gebrauches der reduzierten Vokale klar voneinander unterschieden werden. Trotzdem sie sich durch die Art des Gebrauches der reduzierten Vokalzeichen stark voneinander unterscheiden, lassen sie sich doch in drei große Gruppen einteilen. Dabei folgen die von Schreibern der gleichen Gruppe geschriebenen Abschnitte niemals aufeinander; ein Umstand, der die verschiedenen Schreiber verhältnismäßig leicht voneinander abgrenzen läßt und der für die Richtigkeit der Einteilung von SEVER'JANOV, soweit sie sich

ܙ

auf die oben erwähnten Schreiber größerer Abschnitte bezieht, stützt." Ich glaube, daß SEVER JANOV und PETROVSKAJA recht haben und möchte ihre Schlüsse durch Beobachtungen über die Verteilung der Arbeit unter den einzelnen Schreibern und die Verwendung von kyril. lischen Buchstaben im glagolitiscben Text hestātigen.

Bereits GEITLER (Vorwort S. V) hat beobachtet, daß der erste Abschreiber die Quaternionen mit glagolitischen Zahlen bezeichnet hat, deren letzte Re (d. h. 22) ist.“ Hinweise auf die Numerierung der Hefte finden wir auch in den Anmerkungen von SEVER JANOV: Bl. 34

- im oberen Felde steht das Zahlenzeichen 6 (5) glagolitisch“; Bl. 50 - im oberen Felde, rechts in der Ecke steht glagolitisch die Zahl 50 (nicht vom Schreiber?)"; Bl. 74 — ,im oberen Felde rechts in der Ecke, das Zahlenzeichen i glagolitisch nicht vom Schreiber“; Bl. 90 — im rechten Winkel des oberen Feldes glagolitisch das Zeichen BI nicht vom Schreiber"; Bl. 98 ,im oberen Felde, rechts in der Ecke glagolitisch die Zahl 12“; Bl. 114 — „im oberen Felde, rechts in der Ecke glagolitisch es nicht vom Schreiber“; Bl. 122 - , ,im oberen Felde, rechts, die Zahl Sï glagolitisch nicht vom Schreiber* (auf der Abbildung der ersten 11 Zeilen von Bl. 122 Taf. IX, desselben Blattes auf dem nanoth steht, kann man deutlich genug 3x lesen); Bl. 130 , im oberen Felde, rechts in der Ecke die Zahl 31 nicht vom Schreiber"; Bl. 138 „im oberen Felde, rechts in der Ecke, das Zahlenzeichen HI ohne Deckel"; Bl. 146 ,im oberen Felde glagolitisch ei nicht vom Schreiber"; Bl. 154 ,im oberen Felde glagolitisch die Zahl R* Bl. 162 — im oberen Felde, rechts in der Ecke, glagolitisch die Zahl KiI nicht vom Schreiber“; endlich Bl. 170 ,im oberen Felde glagolitisch die Zahl Ki nicht vom Schreiber". Hinzu kommt noch das vom Herausgeber falsch verstandene Zeichen auf Bl. 18 , ,im oberen Felde, über dem Zeilenende, 8 vom Schreiber (Federprobe)" ; natürlich ist dieses die Numerierung des Heftes und nicht eine „Federprobe". Ferner, im Einklang mit der Anmerkung zu Bl. 50 - glagolitisches Zeichen für die Zahl 50“, erwartet man $; ich nehme an, daß es sich hier um ein falsch gelesenes # handelt (die Schreibungen sind ja sehr ähnlich und werden leicht verwechselt, vgl. auf Bl. 39 die Annahme einer ähnlichen Verwechslung von s6 und 0, durch GEITLER). Endlich Bl. 98 „glagolitisch die Zahl 12“ augenscheinlich ein falsch gelesenes oder nicht übersetztes 0%. Nacb dem Gesagten läßt sich für die Hefte unserer Hs. folgende Tabelle geben, in der durch Kursiv das von dem Unterzeichneten Rekonstruierte be. zeichnet wird.

1. 1–9
9. 66–73

17. 130–137 ** 2. 10-17 10. 74-81 8

18. 138-145 87 3. 18—25 0 11. 82-89 +8

19. 146–153 0% 4. 26–33 40 12. 90–97 en

20. 154–161 8 5. 34-41 B

13. 98—105 ur 21. 162-169 8+ 6. 42—49 3

14. 106—113 %% 22. 170-177 8Ľ 7. 50—57

15. 114-121 6% 8. 58–65 3

16. 122–129 38 Den Anfang unserer Hs. abgeschrieben haben zwei stärker daran beteiligte (1. und 2.) und drei regelmäßig miteinander abwechselnde, mehr oder weniger zufällige Abschreiber (3. – 4 Blätter: 40—436, 4. 2 Blätter und 3 Zeilen: 44–46 3 , 5. den Rest des von seinem Vorgänger nicht vollgeschriebenen Blattes + 7: 464 4449b). Vom ersten Schreiber stammen die Bl. 1—9b; er brach seine Arbeit bei der neunten Zeile mitten im Psalmenverse ab. Der übriggebliebene freie Raum auf der Seite ist, nach SEVER'JANOV, vom Besitzer der Hs. mit lateinischen Transkriptionsübungen und der Zeichnung einer schwimmenden Ente ausgefüllt.

Weiterhin ist folgender Umstand bemerkenswert. Der sechste Schreiber begann mit Bl. 50, d. h. mit dem siebenten Heft und schrieb mit Ausnahme von acht Zeilen auf Bl. 79 (1–8), die vom siebenten Schreiber herrühren, bis Bl. 816, d. h. bis zum neunten Heft; er hat folglich vier Hefte angefüllt. Von Bl. 82, d. i. vom elften Heft, löst ihn der Schreiber Nr. 8 ab; der seinerseits an zwei Stellen (96114-21 und 113b) vom 9. Schreiber und in 6 Zeilen 98 unterbrochen wird, sonst aber bis Bl. 113, d. i. bis zum 14. Heft schreibt. Auf diese Weise kommen diesem wiederum 4 Hefte zu. Auf den folgenden 10. Schreiber (von Bl. 114 d. i. das 15. Heft) entfallen desgleichen 4 Hefte (exkl. 4 Zeilen auf Bl. 134 vom Schreiber 11). Der letzte nicht zufällige Schreiber (12) wird an 2 Stellen, Bl. 150 21–22 und 15913-6 von den Abschreibern 13. und 14., nach SEVER'JANOV, unterbrochen. Er begann seine Arbeit auf Bl. 146, dem 19. Heft, und endete auf Bl. 1776 d. i. das 22. Heft und wiederum sind es 4 Hefte. Im übrigen bricht hier nach dem 22. Heft unsere Hs. ab: falls sie weiter fortgesetzt wurde, ist es möglich, daß durch den Eifer des 12. Schreibers diese auffällig genaue Arbeitseinteilung durchbrochen wurde, vielleicht wurde er auch wiederum von einem neuen abgelöst.

Nach Bl. 81, auf dem der 6. Schreiber seine Arbeit beendete, bricht der Text des 67. Psalms beim 19. Verse ab. GEITLER (S. XI) ist das aufgefallen und er äußerte: „der Grund hierfür ist verständlich: von S. 163 (Bl. 62) beginnt ein ganz neuer Schreiber, der, in der Eile, wie die übrigen Schreiber der Hs., nicht an der gleichen Stelle das Abschreiben fortsetzte, an der sein Vorgänger aufgehört hatte" SEVERJANOV bemerkt: der übrige Teil des Psalmes (Vers

15—20 vom Schreiber 9

2

13-10

20—36) ist mit dem Pergamentblatt verloren". Zāblt man die im 67. Psalm des Psalterium Sinaiticum fehlenden Buchstaben etwa nach dem Text des Psalterium Bononiense, so beläuft sich ihre Zahl fast auf tausend; während auf den der Lücke vorhergehenden Blattern unseres Textes die Zahl der Buchstaben achthundert nicht übersteigt. Falls das heute verlorene Blatt überhaupt existiert hat es läßt sich daran zweifeln so muß es enger als die übrigen Blätter derselben Hs. geschrieben und dem Hefte angeheftet gewesen sein.

Auf Bl. 1456, dem letzten vom Schreiber 10, stehen nur 19 Zeilen, während die vorhergehende Seite ibrer 27 bat, auf den übrigen Blättern aber die Zeilenzabl zwischen 20 und 24 schwankt.

Aus dem Gesagten schließe ich, daß die Arbeit des Abschreibens ursprünglich unter die Abschreiber verteilt wurde und zwar geschah das, wie wir oben gesehen haben, für den 2. Teil der Hs. gleichmäßig, nachdem die einzelnen Hefte vom 1. Schreiber numeriert worden waren. Da man gleichzeitig arbeitete, mußte das Original auseinandergenommen werden. Der erste Schreiber schloß sein Pensam ab, obne das Heft ausgefüllt zu haben, der sechste brachte seinen Text nicht in den 4 Heften unter, und der zehnte, besorgt sein Pensum in den ihm zur Verfügung stehenden Heften nicht unterzubringen (vielleicht nach der Erfahrung seiner Vorgänger?), dehnte die Zeilen auf der vorletzten Seite stark aus, infolgedessen erhielt die letzte Seite eine ungewöhnlich geringe Aozahl von Zeilen.

Wenn der erste Schreiber Bl. 1—96 vollschrieb, dann hat er also das erste „Pentadion“ ausgefüllt, indem er entweder Bl. 1 leer ließ oder ein Blatt ausschnitt (das letzte ?); dann folgten auf dieses Pentadion" (wie das aus der obigen Tabelle zu ersehen ist) , Tetradia", im wörtlichen Sinne dieses griech. Wortes.

Nun über die kyrillischen Buchstaben und Wörter bei den einzelnen Schreibern. Der Schreiber 1 gebraucht sie nicht; beim Schreiber 2 kommen vor: in Minuskeln & (3 mal), + (1 mal), m (1 mal), o (1 mal), 7 (26 mal, dabei 3 mal in WT W wird in beiden Alphabeten gleich geschrieben —) und in Majuskeln (in Überschriften) E (1 mal) und T (7 mal); beim Schreiber 3 2 mal T; Schreiber 4 und 5 gebrauchen die kyrillische Schrift nicht; bei Schreiber 6 kommt 1 mal als Initiale ein gezeichnetes T (52) vor; bei den Schreibern 7, 9, 92, 11, 13 und 14 fehlen wiederum kyrillische Buchstaben; Schreiber 8 gebraucht 1 mal Mund 6 mal T in Überschriften; Schreiber 12 3 mal T, wiederum in Überschriften; und endlich findet sich bei Schreiber 10 in Überschriften 1 mal 0 und 13 mal T (1 mal in IIT), außerdem einige ganze Wörter: in der Überschrift Pn3yML 1166 99 und in Minuskeln Ankncaahma 117 11, ferner Grohl in der Marginalglosse 133 91-22 mit einem glagolitischen.

Sieht man von denjenigen Schreibern ab, die nur einige Zeilen geschrieben haben, so bleiben noch 9 Schreiber mit 177 Blättern übrig,

eine bemerkenswerte Tatsache, die dafür spricht, daß an einem

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